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Quellentexte

Quellentexte zur Berufswahl

Wie entwickelt sich das Thema Berufswahl von der Antike bis in die Neuzeit? Aus historisch-politischen, philosophischen, sozialen und literarischen Blickwinkeln wird hier eine Sammlung von Quellentexten präsentiert. Ergänzend: Auszüge aus der Sekundärliteratur werfen Scheinwerfer auf die Einordnung der früheren Entwicklung aus neuerer Sicht. Die Texte können in den Schulunterricht über die verschiedenen Epochen integriert werden.

Im Mittelalter ist die Ausübung eines Berufs, einer "Lebensart" (wie es früher hieß) und die gesellschaftliche Stellung der Menschen eingebettet in das gesellschaftliche Ständesystem. Von einer freien Berufswahl konnte keine Rede sein. Allerdings sind nach und nach Stimmen zu vernehmen, die an den "festgefügten" Normen rütteln.


Anfänglich im Zuge der englischen Verfassungskämpfe, weiter gehend von Philosophen der Aufklärung, wird in Europa die moderne Theorie der freien Berufswahl entwickelt, die zum Teil auf antike Ideen Bezug nimmt. Erste namhafte praktische Resultate bilden sich im 17. Jahrhundert, verstärkt gegen Ende des 18. Jahrhunderts heraus. Im Umfeld der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und Verfassungsgebung sowie der Französischen Revolution werden die Rechte auf freie Meinungsäußerung, freie politische Wahlen und Berufswahlfreiheit in den Rang von (unveräußerlichen) Menschenrechten erhoben.

Ist im 19. Jahrhundert jedoch von Berufswahlfreiheit und freier politischer Wahl die Rede, bezieht sich dies erst auf einen Teil der heranwachsenden bzw. erwachsenen Einwohner der Staaten. Vor allem sind Männer gemeint - und im Hinblick auf das politische Wahlrecht bestehen weitere Einschränkungen (z.B. Besitz, Stand, Religion), die erst im 20. Jahrhundert schrittweise verschwinden.

Die Textsammlung wird laufend erweitert.